Weideland in Lohne

 

Uelsen, 3. Dezember 2018

3.500 Euro Zuwendungen für Bunter Kreis/Lebenshilfe, Bockfrosch und Frauenberatung

 

Stiftung Grafschaft Bentheim stellt Mittel für soziale Projekte zur Verfügung

 

Uelsen. Die Stiftung Grafschaft Bentheim unterstützt den Bunten Kreis/die Lebenshilfe Nordhorn gGmbH und die Nordhorner Vereine Bockfrosch e.V. sowie Frauen für Frauen - Beratung und Hilfe e.V. mit Zuwendungen in Höhe von insgesamt 3.500 Euro. Das Geld der Stiftung, die von der Grafschafter Volksbank und der Volksbank Niedergrafschaft getragen wird, ist für verschiedene Projekte der geförderten Einrichtungen bestimmt. Die Übergabe der Zuwendung erfolgte vergangene Woche in der Volksbank Niedergrafschaft durch Hans Elbeshausen, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Grafschaft Bentheim, Stiftungs-Vorstandsmitglied Berend H. Gortmann, die Stiftungsberater Klaus Taube und Bernd Wolters sowie die Kuratoren Hannelore Scheffler-Eismar, Jennie van Wieren und Bernhard Weinberg.

 

Das „Geschwisterkinderprojekt“, ein Gemeinschaftsprojekt der Lebenshilfe Nordhorn und des „Bunten Kreises“ der Kinderklinik des Euregio-Klinikums, erhielt eine Zuwendung in Höhe von 1.000 Euro. Beim „Bunten Kreis“ handelt es sich um ein Nachsorgemodell, das Familien auf ihrem oft langen Weg von der Erkrankung bis zur Genesung der Kinder hilft, mit einer chronischen Erkrankung oder Behinderung zu leben. Die Projektgemeinschaft veranstaltet bis zu vier Mal im Jahr einen

 

Geschwisterkindertag „Mein Tag“. Mit diesem gemeinsamen Tag sollen die Geschwisterkinder in ihrer besonderen Lebenssituation unterstützt, ihre vorhandenen Fähigkeiten gezielt gefördert und gestärkt und gemeinsam Strategien entwickelt werden, wie sie mit Herausforderungen umgehen können. Dabei steht der Spaß mit verschiedenen Kreativangeboten, spannenden Spielen, sportlichen Aktivitäten wie Klettern, Kanu fahren usw. im Mittelpunkt.

 

Für den gemeinnützigen sozio-kulturellen Verein Bockfrosch e.V. mit Sitz in Nordhorn stellte die Stiftung Grafschaft Bentheim eine Zuwendung in Höhe von 1.500 Euro zur Verfügung. Bockfrosch e.V. besteht als Verein seit 2014, als Projekt seit 2011 und hat sich zum Ziel gesetzt, Kunst- und Kulturprojekte zu gesellschaftlich relevanten Themen für Menschen aller Altersklassen, Herkünfte und Bildungsschichten niederschwellig zugänglich zu machen und anzubieten. Der Verein finanziert seine Kulturprojekte vor allem durch die projektgebundenen Förderungen der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) und weitere Zuwendungen bzw. Spenden. Die Mittel der Stiftung Grafschaft Bentheim setzt der Verein für verschiedene aktuelle Projekte ein.

 

Weitere 1.000 Euro gingen an die Frauenberatung Nordhorn (Frauen für Frauen - Beratung und Hilfe e.V.). Das Ziel des Vereins und der Frauenberatungsstelle ist die Verhinderung von Gewalt gegen Frauen und die Bereitstellung eines Hilfsangebotes zur Aufarbeitung von erlebter Gewalt. Dazu gehört die Sensibilisierung und Information der Öffentlichkeit sowie die Arbeit im Netzwerk, um Strukturen langfristig zu verändern. Die Beratungsarbeit soll die Frauen und Mädchen in ihrem Selbstwert stabilisieren und zu einem selbstbestimmten Leben ermutigen. Die Methoden der Traumaberatung sind dabei ein hilfreicher Weg. Seit 1988 gibt es die Fachberatungsstelle für Frauen und Mädchen in Nordhorn, gegründet von engagierten Frauen für Frauen, die Hilfe in Krisen brauchen.

 

Aus Mitteln der Stiftung Grafschaft Bentheim erhielten der Bunte Kreis/die Lebenshilfe Nordhorn gGmbH, der Nordhorner Verein Bockfrosch e.V. sowie die Frauenberatung Nordhorn Zuwendungen in Höhe von insgesamt 3.500 Euro.

(v. links) Bernd Wolters, Klaus Taube, Hannelore Scheffler-Eismar, Jennie van Wieren, Simone Wrede, Bernhard Weinberg, Mechthild Iburg, Caroline Bonte, Thomas Kolde, Hans Elbeshausen und Berend H. Gortmann freuen sich darüber, dass das Geld gut angelegt ist.

Foto: Lindwehr

 

Emlichheim, 1. Oktober 2018

10.000 Euro-Zuwendung an den Förderring Jugendvolleyball Emlichheim e.V. 

Mittel für Intensivierung der Jugendarbeit im Rahmen eines neuen Trainingsprojekts

Emlichheim. Die Rotraud-Saager-Stiftung mit Sitz in Emlichheim überreichte jüngst eine Zuwendung in Höhe von 10.000,00 Euro an den Förderring Jugendvolleyball Emlichheim e.V. Die Übergabe der Zuwendung erfolgte am vergangenen Sonntag in einer Pause des Spiels der 1. Damen- Volleyballmannschaft in der Vechtetalhalle Emlichheim. Bei den Verantwortlichen des Förderrings war die Freude über die Zuwendung groß.

Rotraud Saager, gebürtige Königsbergerin, leitete 37 Jahre die Müller’sche Apotheke in Emlichheim. Nach ihrem Tod im August 2011 im Alter von 89 Jahren wurde eine nach ihr benannte Stiftung gegründet, in die ein großer Teil ihres Vermögens floss. Rotraud Saager verfügte, dass mit den Erträgen der gemeinnützigen Stiftung, vor allem Erziehung und Ausbildung, Sport, Kunst und Kultur, Natur und Tierschutz sowie Heimatpflege und Heimatkunde gefördert werden. Die Rotraud-Saager-Stiftung
wird von der Stiftung Grafschaft Bentheim treuhänderisch verwaltet, die ihrerseits von der Grafschafter Volksbank und der Volksbank Niedergrafschaft getragen wird.

Beim SC Union Emlichheim stand die qualitative Jugendarbeit schon seit den Anfängen des Volleyballs mit Herbert Taube immer im Vordergrund. Das Ergebnis sind zahlreiche Teilnahmen an Deutschen Meisterschaften und etliche Deutsche Meistertitel. Gerade aktuell konnte die U-18 Mannschaft bei der Deutschen Meisterschaft 2018 den hervorragenden fünften Platz erringen, die U 16 wurde Deutscher Meister, die U 20 Deutscher Vizemeister und die U 14 Sechster.

Die gute und sehr erfolgreiche Jugendarbeit der Volleyballabteilung ist Aushängeschild für die Samtgemeinde Emlichheim und findet in ganz Deutschland Beachtung und Anerkennung.

Ohne diese intensive und qualifizierte Jugendarbeit wäre die nun schon fast 30 Jahre dauernde Zugehörigkeit zur Bundesliga nicht denkbar. Um auch in Zukunft für die Emlichheimer Jugend ein attraktives Volleyballprogramm, qualitativ gute Trainingsbedingungen und gute Trainingsarbeit anbieten zu können, hat der Verein ein neues Trainingsprojekt entwickelt.

Mit diesem Trainingsprojekt möchte der SC Union Emlichheim die Volleyballabteilung, insbesondere die Jugendarbeit im Leistungssportbereich und im Breitensportbereich sowie die Nachwuchsarbeit für die Bundesligamannschaft zukunftsfähig machen und auf ein solides Fundament stellen. Insgesamt verspricht sich der Verein davon, die bisher schon gute Jugendarbeit auf noch qualifiziertere Füße zu stellen.

Die Vertreter des Förderrings Jugendvolleyball Emlichheim e.V., zeigten sich über die großzügige Zuwendung der Stiftung für die Jugendarbeit im Rahmen des neuen Trainingsprojekts sehr erfreut. Sie dankten bei der offiziellen Übergabe Georg Koops und Werner Dreher vom Kuratorium der Rotraud-Saager-Stiftung sowie Stiftungsberater Klaus Taube von der Grafschafter Volksbank für das erhebliche finanzielle Engagement.

Kuratoriumsvorsitzender Georg Koops betonte, der Stiftung sei es ein großes Anliegen, die „wertvolle Jugendarbeit der Sportvereine in der Samtgemeinde Emlichheim zu unterstützen“.

 

Emlichheim, 18. Mai 2018

Unterstützung für Jugendhaus und Feuerwehrnachwuchs 

Die Rotraud-Saager-Stiftung hat jetzt eine Summe von 8000 Euro gespendet. Ziel dieser Zuwendung waren zwei Projekte der Jugendarbeit.

 

 

Emlichheim. Große Freude bei den Verantwortlichen des Jugendhauses@21 sowie der Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Emlichheim – sie erhielten vor einigen Tagen eine Zuwendung in Höhe von insgesamt 8000 Euro von der Rotraud-Saager-Stiftung.

Kuratoriumsvorsitzender Georg Koops stellte die Stiftung kurz vor. Rotraud Saager, gebürtige Königsbergerin, leitete 37 Jahre die Müller’sche Apotheke in Emlichheim. Nach ihrem Tod im August 2011 im Alter von 89 Jahren wurde eine nach ihr benannte Stiftung gegründet, in die ein großer Teil ihres Vermögens floss. Rotraud Saager verfügte, dass mit den Erträgen der gemeinnützigen Stiftung, die von der Stiftung Grafschaft Bentheim der Volksbank treuhänderisch verwaltet wird, vor allem Erziehung und Ausbildung, Sport, Kunst und Kultur, Natur und Tierschutz sowie Heimatpflege und Heimatkunde gefördert werden.

In diesem Jahr erhält das Jugendhaus@21 einen Zuschuss in Höhe von 6000 Euro für den Umbau und die Gestaltung des ehemaligen Schießkellers im Jugendhaus. Hier entstehen zur Zeit ein „Musiccave“ mit fünf Räumen und ein Studio, in denen Musiker und Musikinteressierte mit Bands proben und ihre eigenen Stücke aufnehmen können. Beate Sleefenboom, die Leiterin des Jugendhauses, freute sich über die große Unterstützung für das 30.000-Euro-Projekt. Hier entstehe etwas, das für die Jugendlichen sehr wertvoll sei. „Wir freuen uns, dass wir bald einziehen können, denn einige Bands stehen schon in den Startlöchern.“

Gemeindebrandmeister Daniel Loehrke freute sich mit den Jugend-Feuerwehrwarten Rainer Teunis und Frank Langius über eine Zuwendung in Höhe von 2000 Euro, die für die Anschaffung einer großen Fritteuse und einer eigenständigen Gasversorgung für die Zeltlager der Kinder- und Jugend-Feuerwehren in der Samtgemeinde verwendet werden. Die Zeltlager seien sehr wichtig für gruppendynamische Prozesse innerhalb der Feuerwehr und die Neuanschaffung ermögliche nachhaltige Einsatzmöglichkeiten.

Daniela Kösters dankte im Namen der Samtgemeinde für die „großartige Unterstützung“ durch die Rotraud-Saager-Stiftung. Auch Jürgen Timmermann, Vorstand der Grafschafter Volksbank, freute sich mit den Zuwendungsempfängern: „Es war Frau Saager ein Anliegen, der Nachwelt etwas zurückzugeben.“

Repräsentanten der Stiftung sowie des Jugendhauses und der Jugendfeuerwehr trafen sich bei der Übergabe der Zuwendungen.

 

Emlichheim, 02. März 2018

7.582 Euro-Zuwendung an sechs Vereine

Mittel für Förderung des Jugendsports und der Heimatpflege

Die „Rotraud-Saager-Stiftung“ mit Sitz in Emlichheim unterstützte jüngst sechs Sportvereine aus der Samtgemeinde Emlichheim sowie die Heimatfreunde Emlichheim und Umgebung mit einer Zuwendung in Höhe von insgesamt 7.582,00 Euro. Die Vereine SC Union Emlichheim,  SV Grenzland Laarwald, TC Blau-Weiß Emlichheim, SV Hoogstede und SV Ringe-Neugnadenfeld erhielten die Zuwendung zur Förderung des Jugendsports, die Heimatfreunde Emlichheim und Umgebung für ihre satzungsgemäßen Aufgaben. Die Übergabe der Zuwendung erfolgte am Mittwoch in der Grafschafter Volksbank in Emlichheim an die Vertreter der jeweiligen Vereine. Als Treuhänderin für die Treuhandstiftung „Rotraud-Saager-Stiftung“ fungiert die Stiftung Grafschaft Bentheim.  

Die noch recht junge „Rotraud-Saager-Stiftung“ hat bisher ausschließlich Projekte der Förderung von Ausbildung und Erziehung unterstützt. Ende des vergangenen Jahres hat sich das Kuratorium der Stiftung entschlossen, die dieses Mal zu vergebenden Mittel schwerpunktmäßig für die Sportförderung einzusetzen.

Georg Koops, Kuratoriumsvorsitzender der „Rotraud-Saager-Stiftung“ betonte, der Stiftung sei es ein großes Anliegen, die „wertvolle Jugendarbeit der Sportvereine in der Samtgemeinde Emlichheim zu unterstützen“. Im Bereich der Heimatpflege habe  sich der Verein der Heimatfreunde Emlichheim und Umgebung e.V. erhebliche Verdienste erworben.

Die Vertreter der Vereine dankten bei der offiziellen Übergabe der Zuwendung Georg Koops, Johanna Ranters und Werner Dreher vom Kuratorium der Rotraud-Saager-Stiftung für das finanzielle Engagement.

Aus Mitteln der Emlichheimer Rotraud-Saager-Stiftung erhielten sechs Vereine in diesen Tagen eine Zuwendung in Höhe von insgesamt 7.582,00 Euro. Werner Dreher,  Georg Koops und Johanna Ranters (hintere Reihe von links) vom Kuratorium der Rotraud-Saager-Stiftung überreichten die Zuwendung gemeinsam mit Jürgen Timmermann (zweite Reihe links, Vorstand der Stiftung Grafschaft Bentheim) und Stiftungsberater Klaus Taube (nicht im Bild).

Über die großzügige Unterstützung freuten sich:

Vordere Reihe von links: Wilko Vennegeerts (SC Union Emlichheim) und Holger Warsen (SV Grenzland Laarwald)
Zweite Reihe, 2. und 3. von links: Steven Lambers (Heimatfreunde Emlichheim und Umgebung) und Herta Koops (SV Hoogstede)
Dritte Reihe von links: Albert Wiggerink (Heimatfreunde Emlichheim), Dieter Czypulowski (SV Ringe-Neugnadenfeld) und Gerhard Verwolt (TC Blau-Weiß Emlichheim)
Hintere Reihe rechts: Herbert Cöper (SV Ringe-Neugnadenfeld)

 

Emlichheim, 17. November 2017

7.500 Euro für Ausstellung „De Tied blif Baas“ über Karl Sauvagerd 

Fördermittel von Grafschafter Volksbank und Stiftung Grafschaft Bentheim

Neuenhaus. Die Heimatfreunde Neuenhaus e.V. erhielten für die überregional bedeutsame Ausstellung „De Tied blif Baas“ über den bekannten Grafschafter Heimatdichter Karl Sauvagerd eine Zuwendung in Höhe von insgesamt 7.500 Euro. Die Grafschafter Volksbank stellte 5.000 Euro zur Verfügung, die Stiftung Grafschaft Bentheim zusätzlich 2.500 Euro. Die Ausstellung im Alten Rathaus Neuenhaus begann am Freitag, 17. November und dauert bis Dienstag, 26. Dezember. Anlass zu der bemerkenswerten Ausstellung ist das 25-jährige Bestehen der Heimatfreunde Neuenhaus in diesem Jahr, in das gleichzeitig der 25. Todestag von Karl Sauvagerd fällt. Jürgen Timmermann, Vorstand der Grafschafter Volksbank, und Hans Elbeshausen, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Grafschaft Bentheim, überreichten symbolische Schecks an Vorstandsmitglieder der Heimatfreunde Neuenhaus. 

Die Heimatfreunde Neuenhaus haben es sich zur Aufgabe gemacht, das vielfältige Wirken von Karl Sauvagerd als Dichter, Buchautor, Naturforscher, Maler, Musiker und Familienvater mit der Ausstellung umfassend zu würdigen. „Die Ausstellung zu all den Begabungen und Arbeitsbereichen dieses außergewöhnlichen Mannes haben wir unter den Titel seines wohl bekanntesten Lyrikbandes „De Tied blif Baas“ gestellt“, sagte Georg Hagmann, Vorsitzender der Heimatfreunde. Der gebürtige Gronauer und gelernte Schneidermeister Karl Sauvagerd wohnte mehr als 50 Jahre in Neuenhaus und verbrachte seinen Lebensabend in Uelsen. Schon in den 1920-er Jahren veröffentlichte er plattdeutsche Gedichte in Heimatkalendern und Zeitschriften. Nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen von ihm in Jahrbüchern und Zeitungen etwa 300 Gedichte, Betrachtungen, Berichte und Kurzgeschichten sowie drei Romane. 1955 kam das für die aktuelle Ausstellung namensgebende Buch auf den Markt. „Viele seiner Gedichte sind von deutschen und niederländischen Komponisten vertont und teils im Rundfunk gesendet worden“, erläuterte Georg Hagmann. „Karl Sauvagerd hat sich erhebliche Verdienste auch um die deutsch-niederländische Verständigung erworben“, so Hagmann weiter.    
Große Kenntnisse hatte Karl Sauvagerd nicht nur im Bereich der plattdeutschen Sprache, sondern auch über die heimische Pflanzenwelt. Er legte ein Herbarium mit mehr als 500 Pflanzen an und brachte 1973 das Buch „Heimatliche Naturkräfte“ heraus. Die Ausstellung im Alten Rathaus Neuenhaus berücksichtigt auch diesen wichtigen Teil aus Sauvagerds Lebenswerk in angemessener Form. Am vergangenen Freitag erfolgte die Eröffnungsfeier zur Ausstellung mit informativen Fachvorträgen und einem attraktiven Rahmenprogramm.
Georg Hagmann und Klaus Vorrink vom Vorstand der Heimatfreunde Neuenhaus dankten der Grafschafter Volksbank und der Stiftung Grafschaft Bentheim. „Ohne die großzügige finanzielle Förderung wäre die Ausstellung in dieser Form nicht möglich gewesen“, so Georg Hagmann. Berta Radicke, Tochter von Karl Sauvagerd, ließ es sich nicht nehmen, den Fototermin ebenfalls wahrzunehmen.
Hans Elbeshausen, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Grafschaft Bentheim, und Jürgen Timmermann, Vorstand der Grafschafter Volksbank, waren von der Ausstellung beeindruckt und sahen die Geld-Zuwendung sehr gut angelegt: "Wir wissen um den großen Aufwand und die viele Arbeit, die darin steckt", lobte Timmermann. Elbeshausen hob hervor, dass die Heimatfreunde das Werk Sauvagerds "mit viel Professionalität und Liebe" in Szene gesetzt hätten.

Jürgen Timmermann (rechts), Vorstand der Grafschafter Volksbank, und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Grafschaft Bentheim, Hans Elbeshausen (links), überreichten den Heimatfreunden Neuenhaus Fördermittel für die Sauvagerd-Ausstellung in Höhe von insgesamt 7.500,00 Euro. Über die großzügige Zuwendung freuten sich (von links) Klaus Vorrink, Berta Radicke (Tochter von Karl Sauvagerd) sowie Gerda und Georg Hagmann (Vorsitzender der Heimatfreunde).

 

Emlichheim, 09. November 2016

Protokoll des Kuratoriums der "Rotraud-Saager-Stiftung"

Am 19. Oktober 2016 fand in den Räumen der Grafschafter Volksbank in Emlichheim die Kuratoriumssitzung der "Rotraud-Saager-Stiftung" statt. In 2016 werden 7.582,00 EUR an Spendenmitteln für sechs verschiedene Projekte ausgeschüttet.

Nähere Informationen folgen in Kürze.

 

Grafschafter Nachrichten, 27. August 2016

Lise-Meitner-Preis an drei Abiturienten verliehen
In Neuenhaus wurden gestern Erik Atmann, Steffen Hinderink und Ann-Marie Olthoff mit dem Lise-Meitner-Preis ausgezeichnet. Die drei Absolventen erhalten je 1500 Euro als Starthilfe für ihre Berufsausbildung.

Neuenhaus. Die Preisträger der Lise-Meitner-Stiftung sind in diesem Jahr Erik Atmann aus Nordhorn, Steffen Hinderink aus Neuenhaus und Ann-Marie Olthoff aus Georgsdorf. Die Abiturienten des Lise-Meitner-Gymnasiums Neuenhaus erhalten je 1500 Euro. Mit den Stipendien solle nicht nur ein wissenschaftliches Studium gefördert werden, erklärte Stiftungsvorsitzender Gerhard Herrenbrück bei einer Feierstunde im Alten Rathaus: „Wir fördern auch den Start in eine Berufsausbildung.“ Fördergelder mit einer Stiftung zu erwirtschaften, sei allerdings gar nicht mehr so einfach. „Die mageren Zinsen bringen nicht mehr so viel und deshalb ist die Stiftung auf die Unterstützung durch die Wirtschaft, aber auch durch Privatleute angewiesen. So werden zwei der drei Preise von regionalen Betrieben gestiftet.“

Gewinner haben sich hervorgetan
Der Preis wird seit 2009 an besonders begabte Abiturienten verliehen, die sich nicht nur durch besondere schulische Leistungen hervorgetan, sondern sich auch außerhalb der Schule engagiert haben. Dieses Engagement stellten auch die drei Paten der Preisträger heraus. So verwies Gerrit Büter auf das Rotary-Austauschjahr bei Preisträger Erik Atmann aus Nordhorn, der jetzt ein duales Studium beginnt: „Die Verbindung zwischen Wirtschaft und Studium ist wichtig und gerne bei den Betrieben gesehen.“

Preisträger
Steffen Hinderink aus Neuenhaus wird zum Wintersemester Mathematik studieren. Sein schulischer Schwerpunkt lag bisher auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, den sogenannten MINT-Fächern. Sein Preis wird von WKS aus Wilsum gestiftet. Jörg Brune als Vertreter der Firma stellte fest, dass man sich für eine Karriere nicht nur richtig quälen sollte, sondern neben dem Fachwissen auch soziale Kompetenz und Intelligenz nicht vernachlässigen sollte.
„Chillen ist nicht dein Ding“, sagte Wolfgang Schmidt vom Stiftungsvorstand zu Ann-Marie Olthoff. „Du gehst immer bis zur Grenze deiner Leistungsfähigkeit – und das entspricht deiner inneren Einstellung.“ Die Preisträgerin aus Georgsdorf will Konferenz- und Simultandolmetscherin werden. Bisher spricht sie schon drei Fremdsprachen. Jetzt sollen noch zwei weitere – möglicherweise exotische – hinzukommen.

Laudatorin aus der Schweiz
„Ihr habt was auf dem Kasten und es gibt viele Leute, die an euch glauben, so sehr sogar, dass sie euch Geld fürs Studium geben wollen“, stellte Charlotte Theile bei der Preisverleihung fest. Die 28-jährige ehemalige Schülerin des Lise-Meitner-Gymnasiums ist nach Studium und Volontariat Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung in der Schweiz und war als Laudatorin eingeladen worden. Wenn man nach dem Abitur an einem Anfang stehe, sei es vor allem wichtig, herauszufinden, was einem Spaß macht und was man gut kann: „Und dazu gehört vor allem, die Grafschaft auch mal zu verlassen. Nicht nur nach Münster oder Osnabrück zu gehen, sondern auch nach Berlin, Barcelona oder New York.“
Ob der einmal eingeschlagene Berufsweg der richtig ist und bleibt, sei nie sicher. „Es hört mit dem Zweifeln nie auf“, gestand Charlotte Theile. „Es gibt tausend Lebensentwürfe und man weiß nie, ob der eigene der richtige ist.“ Trotzdem sollte jeder erst einmal lernen, was man leisten kann und will. „Wir alle hier sind Amateure – eure Eltern, der Bürgermeister, die Unternehmer, die euch dieses Stipendium finanzieren. Alle stehen morgens auf und haben eigentlich keine Ahnung – und Angst, dass die anderen das herausfinden“, erklärte Charlotte Theile und machte den drei Preisträgern Mut: „Hört auf euer Bauchgefühl und macht keine halben Sachen. Und vor allem lasst euch, bevor ihr auszieht, noch einmal zeigen, wie man ein Badezimmer putzt.“

Vor dem Alten Rathaus (von links): Steffen Hinderink (Preisträger), Jörg Brune (WKS), Erik Atmann (Preisträger), Gerrit Büter (Büter-Bau), Ann-Marie Olthoff (Preisträgerin), Wolfgang Schmidt (Stiftung), Charlotte Theile (Laudatorin) und Gerhard Herrenbrück (Stiftung). Foto: Plawer

 

Grafschafter Nachrichten, 19. September 2015

LISE-MEITNER-STIFTUNG ZEICHNET ABITURIENTEN AUS
1.500,00 Euro für Abiturienten, die "besonders begabt" sind oder auch eine "bemerkenswerte Persönlichkeit" haben

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Grafschafter Nachrichten, 19. September 2015

STARTHILFE IN NEUE LEBENSPHASE
Lise-Meitner-Stiftung zeichnet drei junge junge Niedergrafschafter aus

Nach dem Abitur steht für Christian Scheerhorn, Stella Nolte und Hauke Plate die Suche nach einem Studien- oder Ausbildungsplatz an. Um ihnen den Start zu erleichtern, fördert sie die Lise-Meitner-Stiftung.

Neuenhaus. Seit 2009 verleiht die Stiftung jährlich ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro an Abiturienten des Lise-Meitner-Gymnasiums, die sowohl „besonders begabt“ sind als auch eine „bemerkenswerte Persönlichkeit“ haben. Das Geld wird von Grafschafter Wirtschaftsunternehmen bereitgestellt.
In diesem Jahr fiel die Wahl auf Plate, Scheerhorn und Nolte. Ihnen wurde im Obergeschoss des Alten Rathauses in Neuenhaus die Urkunde von ihren „Paten“ übergeben.

Hauke Plate aus Neuenhaus hat sich durch sein Faible für Naturwissenschaften hervorgetan, ebenso wie durch seine Teilnahme an der Theater-AG des Lise-Meitner-Gymnasiums. „Theaterspielen macht unheimlich Spaß und passt als Kontrast zur Naturwissenschaft“, erzählt der 18-Jährige. Seit dem 1. September macht er ein Jahrespraktikum beim Laserzentrum in Hannover. Starthilfe erhält er von den
Stadtwerken Neuenhaus. „Ich wünsche Ihnen nicht so viele Steine auf ihrem Weg, wie ich sie hatte“, sagte Paul Mokry, Bürgermeister und Aufsichtsratvorsitzender der Stadtwerke Neuenhaus.

Von der Bentheimer Eisenbahn unterstützt wird Christian Scheerhorn. Der 18-Jährige wird an der Freien Universität Berlin Literaturwissenschaft studieren, mit dem Nebenfach Philosophie. Momentan sucht er in der Bundeshauptstadt nach einer Wohnung. „Ich hoffe, dass möglichst viele gute Ideen von Ihnen kommen“, gab ihm BE-Geschäftsführer Joachim Berends den Preisträgern mit auf den Weg.

Der 19-jährigen Stella Nolte wurde ihre Urkunde von Wolfgang Wesselink, Personalleiter der Neuenhauser Unternehmensgruppe, übergeben. Der Stiftung imponierte ihr humorvoller Umgang mit ihrer Narkolepsie. Außerdem hat sie geholfen, im Lise-Meitner-Gymnasium einen Schulsanitätsdienst aufzubauen. Die Emlichheimerin wird in Freiburg ein Psychologie-Studium beginnen.

In einer Feierstunde wurden die drei Niedergrafschafter Abiturienten von der Lise-Meitner-Stiftung ausgezeichnet (von links): Christian Brei, Paul Mokry, Hauke Plate, Wolfgang Schmidt, Stella Nolte, Wolfgang Wesselink, Christian Scheerhorn und Joachim Berends.

 

Grafschafter Nachrichten, 19. September 2015

MIT VERMÖGEN NACHHALTIG ZEICHEN SETZEN
Stiftung Grafschaft Bentheim besteht zehn Jahre – Privates Geld für die Region

Nachhaltig Zeichen setzen, den Weg zu zukünftigen Zielen sichern, gemeinnützige Projekte fördern – auch über das eigene Leben hinaus. Das ist die Idee der gemeinnützigen Stiftung Grafschaft Bentheim, die in diesem Jahr zehn Jahre besteht.
Die von den beiden Grafschafter Genossenschaftsbanken – der Grafschafter
Volksbank und der Volksbank Niedergrafschaft – gemeinsam getragene Stiftung bietet die Möglichkeit, privates Kapital nachhaltig zur Förderung gemeinnütziger Projekte einzusetzen.

„Die Stiftung Grafschaft Bentheim ist ein Angebot an alle, die privates Vermögen für gemeinnützige Zwecke einsetzen wollen“, sagt Stiftungsvorsitzender Hans Elbeshausen. Das können ganz unterschiedliche Zwecke sein: Stipendien, die Förderung von kulturellen oder sozialen Einrichtungen oder Vereinen. Die Stiftung war im Dezember 2005 mit einem Grundkapital von 50 000 Euro in Nordhorn gestartet. Heute verwaltet sie ein Stiftungsvermögen von mehr als einer Million Euro.

Grundsätzliche Idee der Stiftung ist, eingezahltes Stiftungsvermögen „auf ewig“ zu erhalten. Es wird am Kapitalmarkt angelegt, die Erträge werden steuerfrei als Fördermittel für gemeinnützige Projekte ausgeschüttet. Angesichts magerer Zinserträge gibt es inzwischen auch „Verbrauchsmodelle“, bei denen auch Stiftungsvermögen über einen festgelegten Zeitraum für den Stiftungszweck ausgeschüttet wird.

Stifter kann jeder werden: entweder als Zustifter, der mit seinen auch kleineren Beträgen das Stiftungsvermögen der Stiftung Grafschaft Bentheim aufstockt. Oder als Gründer einer eigenen Stiftung, die treuhänderisch von der Stiftung Grafschaft Bentheim verwaltet wird.

„Das ist unser Angebot an alle Stifter: es ganz einfach zu machen, Vermögen für seine Ziele einzusetzen“, sagt Stiftungsvorstand Berend Gortmann von der Volksbank Niedergrafschaft. Die Stiftung übernehme als Treuhänder alle Formalitäten und Verwaltungsaufgaben.

Viele vermögende Grafschafter machten sich zu wenig Gedanken darüber, wie sie ihr Geld in die nächste Generation vererben und anstelle hoher Erbschaftssteuern zumindest einen Teil des Kapitals für gemeinnützige Zwecke einsetzen können, erläutert Stiftungsvorstand Jürgen Timmermann von der Grafschafter Volksbank. Wo es nur entfernte Erben gebe, entstehe oft der Wunsch, einen Teil des Vermögen in der Region zu lassen.

Beispiele dafür, was der Stiftungsgedanke alles möglich macht, liefern drei eigenständige Stiftungen unter dem Dach der Stiftung Grafschaft Bentheim:
• Die Lise-Meitner-Stiftung fördert mit ihren Erträgen Studium und Ausbildung
begabter Abiturienten des Lise-Meitner-Gymnasiums in Neuenhaus.
• Die Stiftung Bookholter Kirche in Nordhorn setzt die Erträge ihres Vermögens ein zur Förderung der Gemeindearbeit in Bookholt, unter anderem in der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit.
• Die Rotraud-Saager-Stiftung fördert in Emlichheim Projekte der Jugend- und
Sportarbeit, der Heimatpflege und des Naturschutzes.

Die Stiftung Grafschaft Bentheim ist ansprechbar über die Vermögensberater
der beiden Volksbanken, die Kuratoriumsmitglieder Bernhard Weinberg (Schüttorf), Jennie van Wieren (Uelsen) und Hannelore Scheffler-Eismar (Nordhorn) sowie über Stiftungsvorstand Hans Elbeshausen (Nordhorn).

 

Grafschafter Nachrichten, 11. Juli 2015

SOZIALPÄDAGOGIN FÜR FÖRDERSCHULE IN EMLICHHEIM
6.000,00 Euro von der Rotraud-Saager-Stiftung

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Grafschafter Nachrichten, 21. März 2015

FRÜHFÖRDERUNG BLINDER KINDER
Volksbank gibt 5.000,00 Euro an Lebenshilfe für Weiterbildung

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Grafschafter Nachrichten, 27. September 2014

STARTHILFE FÜR DIE BESTEN DES JAHRGANGS
Lise-Meitner-Preis an drei Abiturienten übergeben – Sponsor Meyer GmbH

In einer Feierstunde sind am Freitag die Lise-Meitner-Preise übergeben worden. Über eine finanzielle Starthilfe ins Studium freuen sich die Abiturienten Pia Langius, Mirco Jonkeren und Claudius Deters. Die Preise sind mit jeweils 1500 Euro dotiert.Neuenhaus. Die Lise Meitner Stiftung, im Jahre 2007 von Professor Dr. Friedrich Portheine und dem früheren Leiter des Lise-Meitner-Gymnasiums, Gerhard Herrenbrück, gegründet, hat sich zum Ziel gesetzt, besonders begabte und in ihrer Persönlichkeit bemerkenswerte junge Menschen aus dem aktuellen Abiturjahrgang des Lise-Meitner-Gymnasiums in Neuenhaus auszuzeichnen und mit einer finanziellen Starthilfe in Höhe von jeweils 1500 Euro am Übergang zwischen Schule und Ausbildung oder Studium zu fördern.In diesem Jahr wird der Preis der Stiftung an drei Abiturienten vergeben, die eine Ausbildung oder ein Studium in den Bereichen Wirtschaftsingenieurwesen, Physik und Technisches Management und Marketing anstreben. Es sind dies: Mirco Jonkeren aus Wielen, Claudius Deters aus Neuenhaus und Pia Langius aus Uelsen. Die Preisgelder in diesem Jahr sind ermöglicht worden durch die Zustiftung des Neuenhauser Unternehmens Anton Meyer GmbH & Co KG sowie aus den Erträgen der Stiftung.Unternehmen treten Stiftung fördernd an die Seite „In Partnerschaft mit der Stiftung will das Unternehmen damit ein Zeichen setzen für eine Kultur der Anerkennung der begabten jungen Menschen in der Grafschaft und für eine Förderung von wirtschaftsnahen Ausbildungsgängen“, heißt es vonseiten der Stiftung. Seit 2011 treten der Stiftung Wirtschaftsunternehmen der Region fördernd an die Seite. Seit 2009, dem Jahr der ersten Preisverleihung, und heute sind insgesamt 15 junge Leute aus der Niedergrafschaft ausgezeichnet worden. Die Gesamtsumme der Preisgelder in diesem Zeitraum beträgt 22.500 Euro.Die drei Preisträger dieses Jahres sind nach den Worten von Gerhard Herrenbrück die besten ihres Jahrgangs. Dabei gelte es aber zu beachten, dass die schulischen Leistungen zwar eine wichtige Basis für die Auszeichnung mit dem Lise-Meitner-Preis seien, aber nicht die einzige. Neben den schulischen Noten würden auch unter anderem soziales Engagement und außerschulische Leistungen in anderen gesellschaftlichen Gruppen und Einrichtungen eine Rolle spielen. Zudem achte man bei der Preisvergabe auch auf Lernhaltungen wie Selbstständigkeit und Neugier sowie auf das Leben von Werthaltungen, ohne die keine Gemeinschaft bestehen könne.„Sie können etwas!“„Sie können etwas“, bescheinigte Gerhard Herrenbrück den drei Preisträgern. Das hätten alle drei Ausgezeichneten mit ihrem erstklassigen Abitur bewiesen. Jetzt gelte es, aus diesem Können und dieser Begabung etwas zu machen. Herrenbrück forderte die Abiturienten auf, „aufzubrechen in eine Ausbildung und in ein Leben, das Sie fordert, aber auch bereichert.“Die Lise Meitner Stiftung ist eine gemeinnützige Einrichtung unter dem Dach der Stiftung Grafschaft Bentheim. Bei der Förderung der jungen Generation zwischen Schule und Studium/Ausbildung ist sie offen für Spenden/Zustiftungen durch Unternehmen und Einzelpersonen. Sie werden (auch als Legat des Nachlasses) vom Staat mit steuerlichen Vorteilen gefördert. Auskunft erteilt der Geschäftsführer der Stiftung: Bernd Wolters, Volksbank Niedergrafschaft in Uelsen, Telefon (05942) 9301128; E-Mail: bernd.wolters@vbng.de; sowie Gerhard Herrenbrück vom Stiftungsvorstand, Telefon (05941) 98141.

Grafschafter Nachrichten, 31. März 2012

EINE LIEBESERKLÄRUNG ÜBER DEN TOD HINAUS
Die verstorbene Apothekerin Rotraud Saager widmet ihr Vermögen dem Wohl Emlichheims

Was soll mit meinem Vermögen geschehen, wenn ich einmal nicht mehr bin? Diese Frage hat sich Rotraud Saager aus Emlichheim in den letzten Jahren ihres Lebens gestellt. Die Apothekerin fasste den Entschluss, einen Großteil ihres Besitzes den Bürgern der Samtgemeinde zu vermachen. Rotraud Saager starb im August 2011 mit 89 Jahren. In Emlichheim wurde nun eine nach ihr benannte Stiftung gegründet. Ihr Kapital beträgt rund 850.000 Euro.

Rotraud Saager habe immer ein sparsames und genügsames Leben geführt, sagen Menschen, die sie gekannt haben. Zu ihnen gehört Georg Koops. Er ist viele Jahre Nachbar der alleinstehenden Apothekerin gewesen. „Sie war kompetent, korrekt, zuverlässig und fleißig, dabei fröhlich, liebte einen guten Witz und ein gutes Glas Wein“, erinnert sich der ehemalige Vorstand der Volksbank Emlichheim. Er hat sich mit seinem Nachbarn Klaus Herrmann lange um die alte Dame gekümmert und sie bis zu ihrem Tod im August vergangenen Jahres begleitet.

37 Jahre lang hat Rotraud Saager die Müller’sche Apotheke an der Hauptstraße in Emlichheim geführt. Sie hat im Beruf viel Geld verdient, das sie nicht für sich selbst ausgab. So stand sie am Ende ihres Lebens vor einem beachtlichen Vermögen und der Frage, was damit geschehen soll.

An diesem Zeitpunkt entschied sich Rotraud Saager, ihrem Wohnort eine Liebeserklärung zu machen. In ihrem Testament schreibt sie: „Emlichheim ist nach meiner Flucht aus Königsberg zu meiner zweiten Heimat geworden. Ich bin immer von der Bevölkerung freundlich und zuvorkommend aufgenommen worden und habe hier meine berufliche Erfüllung gefunden. Ich konnte in Emlichheim Vermögenswerte schaffen, die ich nicht in vollem Umfang benötige. Deshalb möchte ich einen Teil des gebildeten Vermögens an die Gemeinschaft der Samtgemeinde Emlichheim zurückgeben.“

Rotraud Saager beschloss mit Georg Koops, dass nach ihrem Tod eine Stiftung gegründet wird. Das Kapital beträgt rund 850000 Euro. Diese Summe darf nicht angetastet werden. Ziel ist es, das Geld gut und sicher anzulegen, Erträge zu erwirtschaften und diese für gute Zwecke in der Samtgemeinde auszuschütten. Rotraud Saager hat verfügt, dass mit den Erträgen der gemeinnützigen Stiftung vor allem Erziehung und Ausbildung, Sport, Kunst und Kultur, Natur und Tierschutz sowie Heimatpflege und Heimatkunde gefördert werden.

Die Rotraud-Saager-Stiftung ist keine eigenständige Einrichtung. Treuhänderin ist die Stiftung „Grafschaft Bentheim“ der Grafschafter Volksbank. Sie wird beraten von Klaus Taube. Welche Vorhaben gefördert werden, entscheidet ein Kuratorium. Ihm gehören Vorsitzender Georg Koops, Rotraud Saagers langjährige Apothekenhelferin Hanni Ranters und Lehrer Werner Dreher an. Alle wohnen in Emlichheim. „Die ersten Fördermittel stehen in etwa einem Jahr bereit“, erklärt Georg Koops. Anträge könnten ab April 2013 bei der Stiftung „Grafschaft Bentheim“ in Nordhorn eingereicht werden.

Rotraud Saager hat den Wunsch geäußert, dass zu ihrem Andenken in Emlichheim eine Straße oder ein Platz nach ihr benannt werden. Diesem Wunsch werde man gern nachkommen, sagen Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters und Bürgermeisterin Sigrun Mittelstädt-Ernsting. Dabei denke man nicht unbedingt an eine Straße in einer Neubausiedlung, sondern werde nach einer herausragenden Stelle suchen.
Nähere Infos: www.stiftung-grafschaft-bentheim.de

Durch Zufall in Emlichheim gelandet
Rotraud Saager wurde am 4. Mai 1922 in Königsberg geboren. Ihre Eltern betrieben dort ein Einzelhandelsgeschäft. Ab 1944 studierte sie an der Universität in Königsberg Pharmazie. Im Januar 1945 flüchtete sie mit ihren Eltern über die Ostsee und kam nach Georgsmarienhütte.

Der Zufall brachte sie im Oktober 1945 zum Apotheker Müller nach Emlichheim. Sie arbeitete dort bis 1950 und setzte danach ihr Studium in Münster fort. 1953 starb Müller und Rotraud Saager – gerade frisch von der Uni – übernahm die Apotheke. 1990 setzte sie sich im Alter von 68 Jahren zur Ruhe und übergab den Betrieb an das Ehepaar Diener, das die Apotheke auch heute noch führt.

Rotraud Saager engagierte sich im Vorstand der Bürgergemeinschaft in Emlichheim und war der lutherischen Kirchengemeinde zugetan. Dieser vermachte sie ihr Wohnhaus. Die letzten zweieinhalb Jahre lebte sie in der Seniorenwohnanlage der Bürgerhilfe in Emlichheim und wurde von ihren ehemaligen Nachbarn, Mitarbeiterinnen und Bekannten begleitet. Die Apothekerin starb am 23. August 2011 im Alter von 89 Jahren in Emlichheim.

1944 verlor Rotraud Saager ihren Freund in Königsberg. Er starb nach einer schweren Kriegsverletzung. Seitdem war sie allein geblieben. In ihrem Testament bedachte sie Wegbegleiter, soziale und kulturelle Einrichtungen. Den Großteil ihres Vermögens vermachte sie der Rotraud-Saager-Stiftung, die am 9. Januar 2012 gegründet wurde.

 

Grafschafter Nachrichten, 11. Februar 2012

NEUE BILDER FÜR PATIENTENZIMMER IN DER EUREGIO-KLINIK
Stiftung Grafschaft Bentheim übergibt Spende

In den kommenden Wochen sollen nach und nach alle 250 Patientenzimmer der Euregio-Klinik Nordhorn mit modernen Fotocollagen ausgestattet werden. Die neuen Bilder sind kürzlich während einer kleinen Feierstunden von der Stiftung Grafschaft Bentheim der Klinik am Standort Albert-Schweitzer-Straße übergeben worden. Dabei blickte Dr. Christoph Winter, Geschäftsführer der Euregio-Klinik, zurück: „Nach der Fusion und der Zusammenführung der Klinik-Standorte Hannoverstraße und Albert-Schweitzer-Straße stellte sich die Frage, wie tradierte Symbole beider Krankenhäuser in der neuen christlichen und ökumenisch orientierten Euregio-Klinik ihren Ausdruck finden könnten. Denn beide Standorte hatten in ihrer Geschichte prägende Zeichen entwickelt, die Patienten und Mitarbeitenden vertraut waren. Anfragen nach dem Verbleib des Neukirchener Kalenders mit Bibelzitaten und Sinnsprüchen oder der Wandkreuze unterstrichen dies.“

Die für die Seelsorge Verantwortlichen, Krankenhauspastorin Dr. Brigitte Schroven, Pastoralreferent Ludger Pietruschka und Gemeindereferentin Helena Witschen-Schulze-Berndt, entwickelten gemeinsam mit der Klinikleitung ein Konzept, das sowohl die gewachsenen Traditionen der einzelnen Standorte als auch das Gemeinsame der neuen christlichen Euregio-Klinik aufnehmen und zugleich betonen sollte. Das fotomontierte Bild zeigt einen Blick in den Chorraum der Klinik-Kapelle sowie auf die prägenden Fenster und ist mit drei unterschiedlichen, aufmunternden und meditativen Bibelpsalmen versehen.

Die Fotocollage wurde von dem Nordhorner Foto- und Grafikteam André Sobott und Simone van Nes gestaltet. Die Psalmentexte hat das ökumenische Seelsorgeteam vorgeschlagen. Die drei textlich unterschiedlichen Versionen des Bildes sollen jeweils einem der drei Pflegegeschosse der Klinik zugeordnet werden und in den Patientenzimmern nicht nur zu Meditation oder Gebet einladen, sondern auch zum Besuch der klinikeigenen ökumenischen Kapelle motivieren.

Die Ausgestaltung der renovierten Klinikräume mit diesem Bild wurde von der Stiftung Grafschaft Bentheim unterstützt. Die Bilder übergaben Hans Elbeshausen, Berend H. Gortmann und Jürgen Timmermann vom Vorstand der Stiftung.

 

Grafschafter Nachrichten, 23. Dezember 2010

5000 EURO FÜR DIE WÖLFE
Stiftung spendet für den Tierpark in Nordhorn

Die Stiftung Grafschaft Bentheim unterstützt den Tierpark Nordhorn aus ihren Mitteln mit einer Zuwendung in Höhe von 5000 Euro. Die Stiftung stellt dem Tierpark das Geld für die Erneuerung des Wolfsgeheges zur Verfügung. Die Übergabe der Zuwendung an Tierparkgeschäftsführer Thomas Berling und den Zoologischen Leiter Dr. Hermann Kramer erfolgte am Freitag durch Hans Elbeshausen und Jürgen Timmermann vom Vorstand der Stiftung.
Die Entscheidung, den Tierpark zu unterstützen, traf die Stiftung Grafschaft Bentheim bereits vor einigen Monaten. Nach den großen Schäden, die das Sturmtief „Norina“ im Sommer angerichtet hatte, und anschließenden Gesprächen mit Tierparkleiter Thomas Berling, entschloss sich der Vorstand der Stiftung sehr schnell, dem beliebten Familienzoo zu helfen.
Im späten Frühjahr 2010 waren die beiden Europäischen Wölfe „Remus“ und „Romulus“ aus Stendal in den Nordhorner Tierpark gekommen. Während ihrer Eingewöhnungsphase an das neue Gehege, tierische Nachbarn und menschliche Tierpfleger traf das Sturmtief auch ihr Gehege sehr empfindlich. Der Sturm hinterließ tiefe Spuren, unter anderem stürzten einige Bäume mitten in das „Wolfsrevier“.
Die Folge waren wochenlange Fällarbeiten, verbunden mit viel Lärm durch schweres Gerät und Motorsägen. Diese Umstände waren der Auslöser für das Auftreten großer Unruhe bei den beiden jungen Wölfen. Die Aufräumarbeiten konnten im weiteren Gehegeumfeld nicht mehr weitergeführt werden.
Da mittelfristig ohnehin geplant war, die Wolfsanlage an einigen Stellen zu modernisieren, zog der Nordhorner Familienzoo die Umbaumaßnahme vor. Für die beiden stattlichen Tiere fand der Tierpark ein vorübergehendes Domizil in Wismar. Im Zuge der Runderneuerung des Wolfsgeheges werden unter anderem die verfügbaren Flächen erweitert und neue Außenzäune gesetzt. Für die Besucher schafft der Tierpark attraktivere Ansichtsmöglichkeiten auf das Gehege.
Nach den Worten von Hans Elbeshausen, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Grafschaft Bentheim, „bringt der begonnene Umbau des Wolfsgeheges den beliebten Familienzoo erneut einen wichtigen Schritt nach vorne“.

Direktkontakt

Stiftung Grafschaft Bentheim
Telefon 05921 72610-5254
info@stiftung-grafschaft-bentheim.de